Latein

Salvete!

„Zukunft braucht Herkunft“ (Deutscher Altphilologenverband)

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Vier Gründe, warum wir Latein unterrichten

I. Die Römer

Wir lernen Latein, um uns mit den Menschen zu beschäftigen, die lateinisch gesprochen, geschrieben, gedacht und geträumt haben. Es geht um die Faszination, sich intensiv mit denen zu beschäftigen, die lange Zeit vor uns gelebt haben und denen wir – oft ohne es zu merken – vieles verdanken. Über das Erlernen der alten Sprachen finden wir einen ganz unmittelbaren Zugang zur Gedankenwelt dieser Menschen.

II. Die römische Kultur

Die griechisch-römische Kultur ist die Grundlage des heutigen Europa. In seiner größten Ausdehnung erstreckte sich das römische Reich von Portugal bis Syrien und von Schottland bis an den Rand der Sahara. Ein Herrschaftsgebiet ohne Binnengrenzen, dafür mit einheitlicher Sprache, Währung und Rechtssystem. Durch das ausgebaute Verkehrsnetz konnten Menschen und Ideen auf Reisen gehen, so dass ein vielfältiger Kulturraum entstand, in dem die Grundlagen unserer heutigen Kulturen entstanden sind: Die romanischen Sprachen, Kunst, Literatur, Architektur, Medizin, Wissenschaft und Rechtswesen. In ihren Texten beschäftigten sich die Römer mit zeitlosen Themen: Krieg und Frieden, Leben und Sterben, Freundschaft, Liebe und Leid, Macht, Recht und Moral – sie alle fordern zu kritischer Auseinandersetzung heraus und können so dazu beitragen, eigene Positionen zu begründen.

III. Die Sprache der Römer

Im Lateinunterricht lernt man nicht, in der Fremdsprache zu sprechen, sondern man beschäftigt sich damit, wie die Sprache funktioniert. Anders als die modernen Fremdsprachen dient uns Latein nicht zur Kommunikation, sondern als Reflexionssprache, um zu einem tieferen Verständnis von Sprache und Gedanken zu kommen. Denn weil Latein die Grundlage aller romanischen Sprachen (weltweit ca. 700 Mio. Sprecher) ist und sich nicht mehr verändert, kann man daran gut die grundlegenden Funktionsweisen von Sprache verstehen. Wir üben damit grammatikalische und linguistische Kenntnisse, die für das Verstehen und Schreiben anspruchsvoller Texte auch in anderen Sprachen grundlegend sind.

So zählt Latein beispielsweise zu den Sprachen, in denen die grammatischen Funktionen von Wörtern durch Veränderungen innerhalb der einzelnen Wörter kenntlich gemacht werden (wie z.B. auch Finnisch oder Türkisch). Deshalb legt man beim Lateinlernen großen Wert auf das genaue Erfassen dieser Wortbestandteile, die Auskunft über Person, Tempus usw. geben. 

Das Deutsche neigt demgegenüber stärker dazu, die grammatische Funktion durch kürzere Einzelwörter kenntlich zu machen. Beim Übersetzen ins Deutsche übt man deshalb auch ganz bewusst die korrekte Anwendung der deutschen Grammatik.

IV. Latein und Deutsch

Im Lateinunterricht übersetzt man lateinische Texte ins Deutsche. Dabei merkt man sehr schnell, dass sich vieles nicht so einfach direkt übertragen lässt, weil Sprachen eben unterschiedlich funktionieren und fremdsprachliche Vokabeln sich nicht immer eindeutig ins Deutsche übertragen lassen. So gibt es z.B. für das lateinische Wort „mittere“ kein deutsches, das ihm ihn seiner Bedeutung genau entspricht. Stattdessen haben wir für verschiedene Zusammenhänge mehrere mögliche Übersetzungen von „mittere“. So wird es mal mit „schicken“, mal mit „werfen“, mal mit „schießen“ oder auch mit „entlassen“ oder „aufgeben“ wiedergegeben. Durch das ständige Nachdenken über die passende Formulierung werden Ausdrucksfähigkeit und sprachliche Kreativität im Deutschen gefördert.

Das gilt nicht nur für einzelne Wörter, sondern besonders auch für ganze Sätze: So kann man für den lateinischen Satz „Troia capta Ulixes iter longum fecit“ verschiedene Übersetzungen finden:
– Troia erobert – Odysseus machte einen langen Weg.
– Nachdem er Troia erobert hatte, machte Odysseus einen langen Weg.
– Nachdem Troia erobert worden war, machte Odysseus eine lange Reise
– Nach der Eroberung Troias machte Odysseus eine lange Reise.
Aber welche davon gibt den Inhalt des Originals am zutreffendsten wieder und ist auch im Deutschen stilistisch angemessen? Um das beurteilen zu können, üben wir im Lateinunterricht die sprachlich-grammatikalischen Fähigkeiten im Lateinischen und Deutschen, aber auch das Sprachgefühl und die Stilistik im Deutschen.

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Latein am ESG

Latein kann am ESG als 2. Fremdsprache ab Klasse 6 gelernt werden. Es ist dann 5 Jahre lang Hauptfach.

In den Klassen 6-9 bis wird mit dem Buch „Roma“ gelernt. Ab Klasse 9 beginnen wir dann mit der Originallektüre (z.B. Caesar, Cicero, Catull, Ovid).

Nach Klasse 10 (mit Note „ausreichend“) haben die Lateinerinnen und Lateiner ihr Latinum.

In der Kursstufe muss mindestens eine der bisher belegten Fremdsprachen (i.e. Englisch, Latein, Französisch, Italienisch) weitergeführt werden. Wer Latein in der Kursstufe belegt, kann das Große Latinum erlangen.

In Klassen 7 schwärmen die Lateinlernenden zum ersten Mal im größeren Stil in eine Römerstadt aus: es geht für drei Tage nach Trier.

Am Ende von Klasse 10 erleben wir das Highlight in der Lateinerkarriere: Der Golf von Neapel empfängt uns mit Besuchen in Pompeji, Herculaneum, Mons Vesuvius et alia.

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Schülermeinungen

Das haben die Latein-Schüler der sechsten Klassen auf die Frage „Warum ist Latein toll?“ geantwortet:

– „Weil es die Grundlage für andere Sprachen ist und man damit andere Sprachen leichter lernen kann. Man macht auch interessante Sachen wie: Ein bisschen Rom und erfährt vieles über die Götterwelt. Es macht natürlich auch Spaß.“

– „Latein ist toll weil: man viel aus dem lateinischen Leben lernt, für viele Sprachen Latein die Grundsprache ist, es eine ausgefallene Sprache ist, die nicht jeder spricht oder versteht, die Lehrer sehr nett und humorvoll sind.“

– „Ich finde Latein toll, weil mir Latein viel im Deutsch-Unterricht hilft. Viele Wörter lassen sich aus anderen Sprachen ableiteten wie z.B. lat. contentus heißt übersetzt zufrieden . Im Englischen heißt content auch zufrieden. Zwar spricht man diese Sprache heute nicht mehr aber auf Latein bauen sich auch alle romanischen Sprachen auf wie z.B. Italienisch usw.“

– „Latein kann zwar manchmal anspruchsvoll sein, hilft mir aber in anderen Sprachen wie z.B. Deutsch und Englisch. Außerdem möchte ich in der 8. Klasse Italienisch wählen und sehe darin meinen Vorteil.“

– „Erstmal finde ich gut, dass die Rechtschreibung echt nicht so schwer ist, weil man es fast immer so schreibt wie man es spricht. Es hat einiges mit dem Thema Geschichte zu tun. Die Grammatik ist recht logisch.“

– „Ich habe Latein gewählt weil die Sprache interessant ist und es viele spannende Texte gibt. Und in manch anderen Fächern benutzen wir Wörter, die aus dem Lateinischen stammen, dann wissen wir Lateiner meistens schon die Bedeutung.“

– „Ich habe Latein gewählt, da ich die Geschichten und auch die Sprache an sich interessant finde, es macht einfach Spaß sie zu lernen.“

– „Latein ist toll, weil man damit als Grundlage viele verschiedene Sprachen viel einfacher lernen kann z.B. Italienisch. Wer sich für Rom interessiert kommt bei Latein auch nicht zu kurz. Latein ist toll, weil man nicht auf die Aussprache achten muss.“

– „Ich finde Latein toll, weil ich es cool finde, neue Sprachen zu lernen und mehr mit der Grammatik zu arbeiten.“

– „Ich finde Latein ist eine interessante Sprachen denn Latein ist wie eine Ebene für andere Sprachen. Man kann viele lateinische Wörter in anderen Sprachen wiederfinden.“

– „Ich finde Latein gut, weil es beim FremdsprachenLernen hilft. Und man erfahrt vieles über die Römer.“

– „Ich finde Latein toll, weil man nebenbei auch etwas für den Geschichtsunterricht lernt. Und weil auf Latein noch weitere Sprachen aufbauen.“

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Hilfreiche Links im Internet

Faun in Neapel (Ausflug nach Pompeji)

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